Der Legende nach entstand die alte Orakel-Tradition in Griechenland. Der Ziegenhirt Koretas stellte eines Tages bei seinen Tieren ein seltsames Verhalten fest. Sie benahmen sich eigenartig, zitterten am gesamten Körper und sprangen seltsam herum. Als er dem Grund nachgehen wollte, fiel ihm ein Spalt in der Erde auf, aus welchem ihm unerklärbare Weise Zugluft entgegen strömte. Er beugte sich über diesen Rand und sprach plötzlich mit einer sehr fremden Stimme. Seit diesem Zeitpunkt konnte Koretas weissagen, ebenso wie einige andere, die ebenfalls gewagt haben über diesen Erdrand zu schauen.
Die Erdmutter Gaia weihte diese Stätte. Diese ihm nun eigene Gabe verlangte aber einen Preis, Koretas verschwand ganz plötzlich und wurde nie wieder gesehen, ebenso erging es den wenigen Menschen, die mutig genug waren und mit ihm in diese Erdspalte geschaut hatten.
Nach diesem Ereignis fingen die Menschen an nachzudenken und hielten es für angebracht dem Orakel vor der Befragung ein Opfer zu bringen, somit lenkten Sie die Forderung des Orakels von ihnen selber einen Lohn zu verlangen von sich ab. Als Opfer des Orakel diente hierbei meist ein geschlachtetes Tier.
Aber was ist ein Orakel eigentlich? Ein Orakel ist ein Medium, eine Person, die göttliche Zeichen zu deuten versteht und damit die Zukunft vorhersagen kann.
In der Antike hatten Priester die Gabe ein Orakel zu deuten.
Bei schwierigen Entscheidungen, z.B. wenn es um einen Krieg ging, wurden Orakel konsultiert. Es gab sie in vielen Zivilisationen der Antike, das I Ging „Buch der Wandlungen“ in China war eine Sammlung von Orakel, ebenso im alten Griechenland im Tempel des Apollo das Sybil-Orakel.
Eines der Bekanntesten Orakel ist das Orakel von Delphi nennen.
Auch gibt es das Orakel-Heiligtum der Oase Siwa in Ägypten.
Das Hellsehen ist im Grunde dem Orakel ähnlich. Es gibt hier aber einen wesentlichen Unterschied. Beim Orakel wird stets eine höhere Instanz um Rat gebeten.