Wie wird der Begriff Tarot eigentlich definiert? Eine genaue Definition dieses Begriffes ist im Prinzip nur möglich, wenn man sich mit der gesamten Materie der Esoterik, dem Hellsehen oder der Astrologie, speziell mit dem Kartenlegen, länger beschäftigt, es vielleicht sogar ausübt. Ist es eine Wissenschaft oder nur als ein Hobby zu betrachten oder steckt doch mehr hinter der Arbeit mit Tarot-Karten? Es gibt Phänomene, die nachweisbar sind, und es gibt Phänomene, die unerklärlich sind und doch zutreffen. Da ist das Bewusstsein und das Unterbewusstsein, da sind Wahrnehmungen, die Tatsache sind oder Einbildung. Alles hat irgendwie mit Kartenlegen zu tun und wenn man ehrlich zu sich selbst ist, erkennt man das auch. In Palästina war das Wahrsagen (Orakeln) im 2. vorchristlichen Jahrtausend sehr verbreitet. Religiöse Autoren haben, mit nur mäßigem Erfolg, versucht die Wahrsager auszurotten oder zu vertreiben. Ab dem 7. Jahrtausend soll das Kartenlegen in China entstanden sein, mit der Entwicklung des Holztafeldruckes entstanden auch die ersten Tarot-Karten. Im 15. Jahrhundert wurde das Kartenlegen wahrscheinlich durch fahrendes Volk in Europa bekannt. Allerdings eher als Jahrmarktattraktion ohne gesellschaftliche Relevanz. Französische Okkultisten machten die Kartomanie erst im 18. Jahrhundert populär. Mit der gesellschaftlichen Veränderung in den Jahrtausenden hat sich auch das Tarotkarten legen entwickelt und sich den entsprechenden Fragen, Sorgen und Problemen angepasst. Das Tarot ist als Hilfsmittel zum Ratgeber geworden. Der geschulte Kartenleger hat die Möglichkeit mit der Hilfe von Tarot-Karten (Lenormandkarten, Wahrsagekarten, Zigeunerkarten, Waite-Tarot) das Unbewusste ins Bewusstsein zu holen und dem Fragenden Klarheit über sein Leben oder seine Person zu geben. So hat der Fragende die Möglichkeit Probleme objektiver zu betrachten und Lösungsvorschläge zu erkennen und auch anzunehmen. Er kann sich selber besser verstehen und somit Entscheidungen treffen, zu denen er ohne die objektive Hilfe des Kartenlegers selber vielleicht gar nicht in der Lage wäre. Als ein Teilbereich der Wahrsagung sieht der Kartenleger sich in der Situation des Vermittlers zwischen dem Fragenden und dessen Unterbewusstsein. Mit seinen Tarot- Karten kann er ohne faktisches Wissen Aussagen über Situationen, Personen und Zukunft treffen und Wege oder Chancen für eine bessere Lebensqualität oder die Lösung von Problemen aufzeigen.



